Inhaltsverzeichnis

0. Vorwort

1. Schulspezifische Rahmenbedingungen
1.1. Schulspezifische Ergänzungen

2. Bestandsanalyse
2.1. Lehrerbefragung
2.1.1. Der Fragebogen
2.2 Elternbefragung
2.2.1. Der Fragebogen
2.2.2. Die Auswertung
2.3. Schülerbefragung
2.3.1. Der Fragebogen
2.4. Stundentafel
2.5. Schulbezogene Statistiken
2.5.1. Übergang an die Oberschulen
2.5.2. Schulwechsler von Klasse 1- 5
2.5.3. Schuldistanz
2.5.4. Stundenausfall

3. Leitbild

4. Entwicklungsvorhaben

4.1. Unterrichtsentwicklung
4.1.1. Schulanfangsphase
4.1.2. Jahrgangsübergreifendes Lernen
4.1.3. Freiarbeit
4.1.4. Integration
4.2. Organisationsentwicklung
4.2.1. Interne Öffentlichkeitsarbeit
4.2.2. Externe Öffentlichkeitsarbeit
4.3. Personalentwicklung
4.3.1. Fortbildungsplanung
4.3.2. Computerausbildung
4.3.3. Gesundheitsschutzfortbildung für das Kollegium
4.4. Erziehung und Schulleben
4.4.1. Vernetzung von Unterricht, VHG und OGB
4.4.2. Zusammenarbeit mit den Eltern


5. Evaluation

5.1. Angaben zu den Methoden, Instrumenten und Ergebnissen der internen Evaluation
5.2. Schulbezogene Statistiken
5.3. Auswertung der Vergleichsarbeiten
5.4. Analyse der Evaluationsergebnisse, Konsequenzen, Fortschreibung des Schulprogramms

6. Anlagen

Name Grundschule Am Rohrgarten
Montessorischule mit offenem Ganztagsbetrieb
Anschrift 14165 Berlin, Am Rohrgarten 9
Öffentliche Verkehrsmittel Buslinie 118
Haltestelle Lissabonallee / Am Rohrgarten
Telefon 030- 80909984
Fax 030- 80909027

Schulleitung Rektorin: Astrid Weigl
Konrektorin: Ulrike Michalsen-Burkardt
Evaluationsberaterinnen Karla Gartz
Hildegard Lüdecke-Neubert
Steuerungsgruppe Astrid Weigl, Ulrike Michalsen-Burkardt, Karla Gartz, Hildegard Lüdecke-Neubert,
Dorothee Frank



0. Vorwort

Die Grundschule Am Rohrgarten versteht sich als staatliche Angebotsschule für den Südwesten Berlins, d.h. es gibt keinen festgelegten Einzugsbereich.
Falls ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, werden auch Kinder aus dem Umland (Brandenburg) aufgenommen.

Als einzige Grundschule in dieser Region bietet sie ein pädagogisches Konzept mit durchgängiger Jahrgangsmischung an, welches auf der Montessori-Pädagogik basiert.

Die Grundlagen für den Neubau der Schule und die Entwicklung dieser Konzeption bildete die zehnjährige Vorarbeit einer sehr engagierten Eltern- und Lehrervorbereitungsgruppe.

Alle hier tätigen KollegInnen verfügen über eine Montessori-Ausbildung, sind in einem überdurchschnittlichen Maß engagiert und nehmen an regelmäßigen Weiterqualifizierungen teil.

Die Grundschule Am Rohrgarten eröffnete den Schulbetrieb im Jahre 1999 als Modellschule mit drei Schulversuchen, ein weiterer schloss sich im Jahr 2000 an.

Schulversuche

1. Montessori- Pädagogik
2. Jahrgangsmischung
3. Verlässliche Halbtagsschule mit der Mischung der Tätigkeiten der LehrerInnen- und der VHG- Erzieherinnen

4. Differenzierte Leistungsbewertungen in den Klassen 4 - 6 in Form von komprimierten Pensenbüchern und Portfoliopräsentationen

zu Punkt 4: Der Blick ist dabei auf die Persönlichkeits- und Lernentwicklung jedes einzelnen Kindes gerichtet, die ihren Ausdruck in den Portfoliopräsentationen findet. Ziffernzeugnisse entfallen somit vollständig.
Eine wissenschaftliche Publikation zu diesem Thema, nach eingehenden Studien an unserer Schule, wird im Jahr 2007 von einer Mitarbeiterin der Hochschule der Künste, Frau Frauke Grittner, erwartet. Die Schule arbeitet bis zum Jahr 2011 an diesem Schulversuch.

Durch Aufnahmegespräche vor der Einschulung oder einem Schulwechsel werden die Eltern über unser pädagogisches Konzept informiert und erhalten Gelegenheit, offene Fragen zu erörtern.

Das vorliegende Schulprogramm bietet die Chance, das bisher Erreichte bewusst wahrzunehmen und es als Basis zur Weiterentwicklung zu betrachten.


„Die Schule muss der Ort sein, wo das Kind in Freiheit leben kann.“
Maria Montessori: Schule des Kindes


1. Schulspezifische Rahmenbedingungen:






Die Grundschule Am Rohrgarten wurde im Schuljahr 99/00 gegründet. Der Schulneubau in der unmittelbaren Nähe der Gartenstadt Düppel ist mit seiner beeindruckenden Architektur, (helle Klassenräume, 2 Teilungs- bzw. Gruppenräume pro Etage, die als Fachräume genutzt werden müssen, eine wettkampfgerechte teilbare Sporthalle, eine Außensportanlage) als dreizügige Grundschule behindertengerecht konzipiert worden. Im Erdgeschoss der Schule befindet sich eine amphitheaterartig angelegte Halle mit einer variablen Bühne, die für Aufführungen, Feste oder Versammlungen genutzt wird.

Hier arbeiten 397 SchülerInnen (davon ca. 2.5% Integrationskinder verschiedener Bereiche), zehn ErzieherInnen, 38 LehrerInnen, vier SonderpädagogInnen, drei SchulhelferInnen, die Schulsekretärin, der Hausmeister, die Konrektorin und die Rektorin.

Seit dem Schuljahr 2001/2002 wird in neun Lerngruppen der Stufen 1-3 jahrgangsübergreifender Unterricht praktiziert und seit dem Schuljahr 2004/2005 in acht Lerngruppen der Stufen 4-6.
Die Betreuung der Kinder findet in der Zeit von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr kostenneutral statt. In der Zeit von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist nach Antragstellung im Bezirksamt eine Hortbetreuung mit entsprechender Bezahlung nach Kostentabelle möglich.

Die Schule hat zusätzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Kinderhaus Schlachtensee für weitere dreißig Kinder abgeschlossen.
Die anderen Hortkinder werden im Schulgebäude und im ehemaligen Hort Düppel betreut und mit einem Mittagessen versorgt.

Für 2007 ist der Neubau einer Mensa am Schulgebäude geplant.

Der Unterricht basiert auf den Prinzipien der Montessori-Pädagogik. Sie ist eine kinderfreundliche, das individuelle Leistungsvermögen unterstützende Pädagogik, die in vielen Ländern erprobt und praktiziert wird.

Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, die in der Regel in allen Klassenstufen zwei Unterrichtsstunden täglich umfasst. Hier wählen die SchülerInnen selbständig ihre Arbeit. Jede(r) entscheidet auf der Grundlage des pädagogischen Angebotes (vorbereitete Umgebung), seines Interesses und seiner Fähigkeiten, welches Thema er bearbeiten will, wie lange er sich dieser Arbeit widmet, in welchem Tempo er voranschreitet und ob er die Arbeit alleine oder kooperativ mit einem Partner oder in einer Gruppe durchführt.

In Bezug auf die zu erarbeitenden Lerninhalte gilt der Berliner Rahmenplan. Auch Klassenarbeiten werden in der in Berlin üblichen Anzahl geschrieben.
In den Klassenstufen 1-3 erhalten die Kinder keine Notenzeugnisse, sondern verbale Beurteilungen (Lernentwicklungsberichte) zum Ende des Schuljahres.

In den Klassen 4-6 nimmt unsere Schule an einem Schulversuch zur differenzierten Leistungsbewertung ohne Zensuren teil. Die SchülerInnen erhalten zum Schuljahresende statt des Zeugnisses ein komprimiertes Pensenbuch und präsentieren einmal pro Schuljahr ihre Portfolioarbeit vor ihren Mitschülern, den Eltern, Gästen und den LehrerInnen.

Selbstverständlich beteiligen wir uns an standardisierten, landesweiten Vergleichsarbeiten (wie u. a. „Element“, Untersuchungen des Max Planck-Instituts
im Bereich Lesen und Rechtschreiben und „Vera“).

Als 1. Fremdsprache ab Klasse 3 werden Englisch und Französisch angeboten. Sonderpädagogische Fördermaßnahmen finden im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts und teilweise in temporären Lerngruppen statt.

Statt WUV (Wahlunterricht verpflichtend) bieten wir für die SchülerInnen der 5. und 6. Klassen im Rahmen der Schulprofilierung Portfolioarbeit an.

Als Arbeitsgemeinschaften finden augenblicklich statt:
Chor, Hockey, Jonglieren, Computer, Töpfern, Englisch und Französisch

Das Lehrerkollegium zeichnet sich durch sein überdurchschnittliches pädagogisches Engagement und Teamfähigkeit aus.

Der Freundeskreis der Grundschule Am Rohrgarten wurde 1999 gegründet und unterstützt die schulischen Aktivitäten intensiv und tatkräftig, z.B. beim Aufbau der Schulbibliothek, des Computerraumes, bei schulischen Veranstaltungen und Festen und mit Betreuungsangeboten.
Die Elternschaft ist insgesamt sehr aktiv und engagiert und arbeitet konstruktiv mit
dem Kollegium zusammen.

Unser Schulmotto lautet: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Maria Montessori







1.1. Schulspezifische Ergänzungen:

Das Aufnahmeverfahren der Grundschule Am Rohrgarten unterliegt der Rechtsverordnung § 55 Schulgesetz.
Gemäß § 18 wird an der Grundschule Am Rohrgarten ein Schulversuch durchgeführt mit dem Ziel, nach Abschluss des Schulversuches eine Schule mit besonderer Prägung zu werden. Daher haben wir das normale Aufnahmeverfahren durch ein schulspezifisches Aufnahmeverfahren erweitert.

Ziel der Erweiterung:

Umfangreiche Informationen der Eltern über unseren Schulversuch und die Inhalte der an unserer Schule praktizierten Montessoripädagogik.

Schulspezifische Verfahrensweise:

An unserer Schule haben die Eltern die Möglichkeit, in der Freiarbeit zu hospitieren und sich vor der Anmeldung in einem persönlichen Gespräch über unser Schulprofil zu informieren. Dieses Gespräch soll, neben den schriftlichen Informationen, eine Entscheidungshilfe für die Eltern sein, die geeignete Schule für ihr Kind bewusst zu wählen.

Deshalb erfolgt dieses Gespräch mithilfe eines schulinternen Fragebogens, der die Eckpfeiler unserer pädagogischen Arbeit heraushebt.
Im Foyer liegen während des Aufnahmezeitraumes vielfältige schriftliche Informationen über unsere Schule und die Montessoripädagogik aus:

Fragebogen, Flyer, Infoblatt „Häufig gestellte Fragen zu unserer Schule“, Schulprogramm, Anmeldeformular mit der Teilnahmebestätigung am Schulversuch

Die Anträge werden von uns durchgesehen und geprüft.
Die gesamten Unterlagen gehen zur weiteren Entscheidung ans Schulamt.
Werden mehr Kinder an unserer Schule angemeldet, als wir aufnehmen können, entscheidet das Losverfahren im Schulamt über die Aufnahme nach Berücksichtigung feststehender Kriterien.

Feedbackkultur:

Die Aufnahmegespräche an der Grundschule Am Rohrgarten sind sehr zeitaufwändig. Eltern und Lehrer haben diese Gespräche als große Bereicherung erlebt. Deshalb fanden sich bisher genügend LehrerInnen bereit, die Gespräche (auch in der Freizeit) durchzuführen.



Maßnahmen:

Die Form der bisher praktizierten Aufnahmegespräche durch LehrerInnen unserer Schule wird unbedingt weitergeführt. Durch die Teilnahme an den Aufnahmegesprächen und durch Kennenlerntage für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen könnten die zukünftigen Schulkinder in den Schulaufnahmeprozess integriert werden.
Mit dem Ziel bessere Klassenzusammensetzungen planen und somit optimale Arbeitsbedingungen für die SchülerInnen schaffen zu können, wäre es von Vorteil, wenn die Einflussnahme der Schulleiterin auf die Auswahl der Kinder erweitert wird. Dies gilt besonders für die Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf.




2. Bestandsanalyse

2.1. Lehrerbefragung

2.1.1 Der Fragebogen

Der Fragebogen liegt als Anlage bei. Die Auswertung ist unter Punkt 6.1.zu finden.
Angaben zu den Methoden, Instrumenten und Ergebnissen der internen Evaluation.

2.2. Elternbefragung

Die Elternbefragung wurde von den Evaluationsberaterinnen auf Grundlage der allgemeinen Befragung aus dem Schulleiterhandbuch 100/ 2001 von Herrn Riecke – Baulecke entwickelt.

2.2.1. Der Fragebogen

Der Fragebogen liegt als Anlage bei.

2.2.2. Die Auswertung

Die Auswertung der Fragebögen ist in Arbeit.
Von 376 Fragebögen sind 224 zurückgegeben worden. Das entspricht einer Rücklaufquote von 59 %.
Bis auf 8 Eltern, die eher nicht zufrieden mit der Schule sind und 9 Eltern, die sich zwischen zufrieden und eher nicht zufrieden nicht entscheiden konnten, sind 63 Eltern sehr zufrieden und 132 Eltern zufrieden.
Wir nehmen Hinweise und Kritiken ernst und bearbeiten diese in der Fortschreibung unseres Schulprogramms.


Verantwortlich: Steuergruppe / Evaluationsberaterinnnen


2.3. Schülerbefragung

Mündliche Gespräche und Befragungen der SchülerInnen haben eine sehr zufriedene Meinung der Schülerschaft und eine 100%-ige Identifizierung mit der Schule ergeben.
Befragungen der ehemaligen SchülerInnen nach einem halben Schuljahr an den Oberschulen haben ebenso ein durchweg positives Feedback ergeben.
Der Fragebogen liegt als Anlage bei.

2.3.1. Der Fragebogen

Der Fragebogen wird in der Fortschreibung des Schulprogramms vom Kollegium speziell für unsere Schule mit den vielen Besonderheiten weiter entwickelt und ausgewertet.

Verantwortlich: Steuergruppe / Evaluationsberaterinnen
2.4. Stundentafel

Die Stundentafel wird laut Beschluss der Schulkonferenz vom 10.05.05
wie folgt verändert:

Die zwei Stunden Schwerpunktbildung (WUV) in den Klassen 4-6 werden zur Schulprofilierung als Portfolio-Stunden genutzt, um die Erarbeitung und die Präsentationen vorzubereiten.

In den Klassen 1-3 werden zwei Sportstunden vom Sportfachlehrer unterrichtet und eine Unterrichtsstunde wird von der Klassenleiterin für Bewegungs- und Stilleübungen genutzt.

Verantwortlich: Schulleitung
Termin: Beginn mit dem Schuljahr 2005/06


2.6. Schulbezogene Statistiken
2.6. 1. Übergang an die Oberschulen

Die Abgänger an die Oberschulen sind den Empfehlungen der Lehrerinnen gefolgt und haben bis auf eine Schülerin das Probehalbjahr bestanden.
Die Rückmeldungen der ehemaligen SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen der Oberschulen bestätigen, dass unsere Kinder über fundiertes Grundwissen, überdurchschnittlich gutes Sozialverhalten, ausgeprägtes Selbstbewusstsein und ausgezeichnete Fähigkeiten in der Gruppenarbeit, bei Vorträgen und Präsentationen verfügen.


Abgänger Oberschulen zum Schuljahr 2005/2006

52 Schüler/innen Gymnasium
1 Schüler/innen Realschule
8 Schüler/innen Gesamtschule
6 Schüler/innen Privatgymnasium in Potsdam
1 Schüler/innen Montessori Grund- und Oberschule Potsdam
68
Schüler/innen insgesamt




2.6.2. Schulwechsler von Klasse 1 bis Klasse 5

7 Schüler/innen wechselten vor Schulbeginn
Grund: Mehrfachanmeldungen
1 Schüler/in wechselte nach der 1. Klasse
Grund: Umzug
3 Schüler/innen wechselten nach der 2. Klasse
Grund: Umzug und familiäre Veränderungen
1 Schüler/in wechselte nach der 3. Klasse
Grund: Entzug vor sonderpädagogische Überprüfung
6 Schüler/innen wechselten nach der 4. Klasse
Grund: Umschulung an grundständige Gymnasien
3 Schüler/innen wechselten nach der 5. Klasse
Grund: Empfehlung an eine Grundschule mit Regelunterricht

2.6.3. Schuldistanz

In unserer Schule gibt es keine SchülerInnen, die dem Unterricht unentschuldigt fern blieb.

2.6.4. Stundenausfall

Der Stundenausfall durch fehlende Lehrerinnen in den Klassen 1 bis 3 wird aufgrund der schulversuchsbedingten zusätzlichen Doppelsteckungen und dem Einsatz der VHG-Erzieherinnen vollständig vertreten.
In den Klassen 4–6 wird wenn möglich vertreten, um Unterrichtsausfall auf ein Minimum zu reduzieren.

2.7. Externe Öffentlichkeitsarbeit

Die externe Öffentlichkeitsarbeit findet an der Grundschule Am Rohrgarten in vielseitiger Hinsicht statt.

Die Adressaten sind Eltern, Lehrer der aufnehmenden Oberschulen und TeilnehmerInnen von externen Veranstaltungen.

Eltern

• Informationsabend für die SchülerInnen der ersten Klassen
• Informationsabend zum letzten Schulversuch „Arbeit mit Portfolio“
• Einladungen zur Teilnahme an Portfoliopräsentationen
• Hospitationen im Unterricht

Weiterführende Schulen

• Information der Schulleitungen der Gymnasien, Gesamtschulen und Hauptschulen über den Schulversuch zur differenzierten Leistungsbewertung im Rahmen von Schulleitersitzungen
• Informationsabend an unserer Schule zum Schulversuch für interessierte Eltern und Lehrer
• Schüleranmeldungen werden mit Portfoliopräsentationen unterstützt und begleitet durch Lehrer der Grundschule Am Rohrgarten
• Hospitationen im Unterricht

Teilnehmern von externen Veranstaltungen

• in der „Langen Nacht der Wissenschaft“
• bei der Tagung des Grundschulverbandes
• bei der regionalen Fortbildung Steglitz/Zehlendorf
• bei der „Internationalen Portfoliotagung“ in Obermarchtal
• für die Mitarbeiter des Lisums zum Thema „Neue Formen der Leistungsbewertung“
• Montessori-Kinderhäuser



3. Leitbild



Wir sind eine Schule,


• in der man sofort sieht, hört und spürt, dass die Gedanken von Maria Montessori zeitgemäß gelebt werden.


• in der die Unterschiedlichkeit jedes Einzelnen geachtet und zu einem Gewinn für alle wird.


• die mit offenen Augen das Weltgeschehen wahrnimmt, mitverantwortliches Handeln anbahnt und damit zum Lebensraum wird.



4. Entwicklungsvorhaben

4.1. Unterrichtsentwicklung

4.1.1. Schulanfangsphase

Ausgangssituation:

Die vom Senat angekündigte Einbeziehung ehemaliger Vorklassenleiterinnen in die
Schulanfangsphase fand in den Klassen a, g, i, c, e für 2 Stunden pro Woche von September bis November 2005 statt.

Die Unterstützung durch einen Sonderpädagogen für die Schulanfangsphase war nicht regelmäßig und war im zeitlichen Umfang zu gering. Die Qualität des Unterrichts hat durch die Aufnahme der noch nicht schulfähigen Kinder bei gleichzeitiger Kürzung der Doppelsteckung sehr gelitten. Die Arbeit, die bis zum Schuljahr 2005/6 von ausgebildeten Vorklassenleiterinnen und Erzieherinnen hervorragend geleistet wurde, muss nun von den Lehrkräften neben dem normalen Unterricht bei gleichzeitiger Kürzung der Doppelsteckung um 40% übernommen werden. Dies führt zu einer Überlastung der Lehrkräfte und geht stark zu Lasten der 2. und 3. Klässler.

Die Erfahrungen aus dem laufenden Schuljahr 2005/6 haben gezeigt, dass einige Kinder in der Schulanfangsphase eine andere „vorbereitete Umgebung" brauchen als sie in den Klassenräumen 1-3 vorhanden oder zu realisieren ist.

Ziel:

Kinder, die noch nicht fähig sind am Unterricht teilzunehmen, werden
während der Unterrichtszeit zusätzlich basal gefördert.

Maßnahmen:

• Die Stunden der vier ErzieherInnen im Schulbereich werden auf Schule und Hort verteilt.

• Um Hort und Schule besser zu vernetzen, werden HorterzieherInnen mit Montessoriausbildung auch vormittags in der Schule eingesetzt.

• Damit wir den ihrem Entwicklungsstand gemäßen, elementaren Bedürfnissen der Kinder in der Schulanfangsphase gerecht werden können, werden wir pro Säule einen entsprechenden Raum einrichten (vorbereitete Umgebung). Dieser soll verlässlich personell in 2 Stunden am Tag (am besten 2. Unterrichtsblock) besetzt sein. Die vorhandenen Betreuungsräume stehen dafür zur Verfügung. Pro Säule müssen also 10 Stunden fest in den Stundenplan integriert sein, die auch nicht für Vertretungsstunden abgezogen werden sollen.

Verantwortlich: Schulleitung
Termin: Schuljahr 2006/07


4.1.2. Jahrgangsübergreifendes Lernen

Ausgangssituation:

Jahrgangsmischung 1-3 (9 Klassen)
Jahrgangsmischung 4-6 (8 Klassen); Frequenz: max. 24 Kinder
Innerhalb einer Klassengemeinschaft lernen Kinder unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Fähigkeiten mit- und voneinander.
Sechs Freiarbeitsstunden pro Woche sind planmäßig doppelt gesteckt.
Oft fallen diese Doppelsteckungen aus, um fehlende KollegInnen zu vertreten.
Am Ende jeden Schuljahres muss eine Drittklässlergruppe aufgeteilt werden, da im unteren Bereich neun und im oberen Bereich jedoch nur acht Klassen existieren.
Daher können nicht alle Kinder mit Aufsteigen in 4/5/6 in eine bekannte Gruppe aufgenommen werden.

Erfahrungen mit der Jahrgangsmischung:

Die Kinder lernen entsprechend ihrem eigenen Lerntempo und ihrer eigenen Voraussetzungen und nutzen die Möglichkeit individueller Lernwege. Dies unterstützt jegliche Form von Integration. Kinder mit Lernschwierigkeiten können sich immer wieder den Schulanfängern anschließen. Gleichzeitig werden sie durch die Leistungen der älteren Kinder angespornt.


Positive Erfahrungen:

Zum Schuljahresbeginn kommen stets nur 8 „neue" Kinder hinzu, die sich aufgrund der bestehenden Patenschaften und der Möglichkeit, sich an Älteren zu orientieren, relativ schnell eingewöhnen (Tagesablauf, Regeln, soziales Training, Orientierung im Klassenraum und im Schulgebäude, Kennen lernen der Lernangebote usw.).

Ältere Kinder lernen Geduld und Rücksichtnahme, indem sie jüngeren Kindern etwas erklären, wiederholen und ihr Wissen festigen.
Kinder, die vorzeitig aufrücken oder ein Jahr länger in der Schuleingangsphase verweilen, bleiben in der vertrauten Gruppe.


Probleme:

Es gibt immer wieder Kinder, die o. g. Chancen nicht nutzen oder sich ausschließlich nach unten orientieren.


Ziele:

Umsetzung des Leitbildes Punkt 2:
„Wir sind eine Schule, in der Unterschiedlichkeit jedes Einzelnen geachtet und zu einem Gewinn für alle wird.“

Maßnahmen:

Da sich die Jahrgangsmischung durch das vorgezogene Schuleintrittsalter auf 0/1/2/3 ausgeweitet hat, ist ein verändertes Konzept nötig:

• Jede 1-3 Klasse erhält zusätzlich zu den regulären 6 "Doppelstunden" 4 weitere Stunden für die basale Förderung der Schulanfänger. Diese liegen nicht parallel zur "normalen Doppelsteckung".

• Über neue Lösungswege bei Unterrichtsausfall wird nachgedacht.
Vorschlag: Aufteilung nach einer festgelegten Regelung, die immer gleich bleibt (Erstklässler bleiben dabei in ihrer "Säule", die anderen Kinder werden auf alle weiteren Parallelklassen verteilt.)


Verantwortlich: Schulleitung/ M. Schellmann, A. Winkelmann-Bieber
Termin: Schuljahr 2006/07

4.1.3. Freiarbeit

Ausgangssituation:

Wir bieten eine Freiarbeit in Jahrgangsmischung nach Montessori an.
Voraussetzung für die Freiarbeit ist eine vorbereitete Umgebung mit Montessori-Materialien, Lernspielen und Ergänzungsmaterialien. Die Umgebung ist so vorbereitet sein, dass jedes Kind sich darin orientieren und optimal entwickeln kann. Diese Arbeitsform, die täglich mindestens zwei Stunden umfasst, ist uns allen sehr wichtig, obgleich sie sich in den einzelnen Klassen sehr unterscheiden kann. Im Schuljahr 2005/06 ist die Doppelsteckung von bisher 10 Stunden auf 6 Stunden gekürzt worden. Die doppelt gesteckten Stunden sind häufig aus Krankheitsgründen ausgefallen.
Es werden in allen Klassen die Inhalte der Bereiche Deutsch und Mathematik und in den Klassen 1-3 auch die Kosmische Erziehung abgedeckt.

Erfahrungen:

Ermutigt durch den neuen Rahmenlehrplan haben drei benachbarte 1-3 Klassen im Schuljahr 2005/06 eine intensivere Zusammenarbeit angestrebt und andere Organisationsformen an einem Tag in der Woche ausprobiert. Nach den Herbstferien wurden verschiedene zeitgleiche Angebote gemacht:

Aus jeder Klasse konnten 4 Kinder (2J/2M) an einem Angebot teilnehmen. Nach dem ersten Durchgang war allerdings klar, dass diese Organisationsform nicht ohne größere Probleme durchzuhalten war, da oft nicht alle Angebote stattfinden konnten und die Kinder auf die anderen Kurse aufgeteilt werden mussten.

Ab 2006 fand dann der "Tag der offenen Türen" statt, d.h. die Kinder der drei 1-3
Klassen wurden durchmischt und konnten alle Angebote in den Klassen, die Bücherei und den Computerraum nutzen.
Maßnahmen:

Ab dem Schuljahr 2006/07 werden für diese drei benachbarten 1–3 Klassen so genannte Lernwerkstätten (Kosmische Erziehung, Mathematik, Sprache) eingerichtet, die während der Freiarbeit von diesen Klassen genutzt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass die Freiarbeit in den Stundenplänen parallel gesteckt ist.


Ziel:

Das Ziel ist eine Optimierung der Freiarbeit.
Konsens besteht darin, dass die Freiarbeit für jedes Kind variiert werden kann, weil die Voraussetzungen, die die Kinder mitbringen, sehr unterschiedlich sind.

Optimierung heißt:
• Sechs Stunden Doppelsteckung pro Klasse müssen erhalten bleiben.
• Erzieherinnen zur basalen Förderung werden eingesetzt.
• Sonderpädagogische Lehrerinnen werden nach Bedarf eingesetzt.


Maßnahmen:

• Das Material wird in der Reihenfolge vom Leichten zum Schwierigen angeordnet werden, wie eine „didaktische Landkarte“, d.h. weg von der Einteilung des Materials nach Klassenstufen.

• Das Material wird konsequent eingesetzt und andere Materialien werden daraufhin geprüft, ob sie den Anforderungen der Montessoripädagogik standhalten würden.

• Die Klassenarbeiten werden passend zum Montessori-Material erstellt.

• Jeweils drei Parallelklassen kooperieren eng.

• Die individuelle Freiheit in der Ausformung der Freiarbeit bleibt erhalten.


Verantwortlich: Frau Frank Frau Friese-Wittmer
Termin: Schuljahr 2006/2007


4.1.4 Integration:

„Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“ ( M. Montessori: Schule des Kindes; Ausgabe 1976, S.166)

Vorteile der Integration sind, dass Ausgrenzungen und Stigmatisierung von Kindern mit Behinderungen vermieden werden. Integration gibt Kindern die Chance frühzeitig gegenseitig Hilfsbereitschaft zu praktizieren, sowie Verständnis und Respekt für die Andersartigkeit und Besonderheit behinderter Menschen zu entwickeln. Das Prinzip der Heterogenität gilt nicht nur für die altersmäßige Zusammensetzung, sondern auch hinsichtlich der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit der Kinder.

Seit mehreren Jahren bemühen sich die Kolleginnen um die Entwicklung eines Integrationskonzeptes, das allerdings bisher durch wechselnde Vorraussetzungen in organisatorischer und personeller Hinsicht nur zu Übergangsregelungen führte.


Ausgangssituation:

Im letzten Schuljahr wurde viel improvisiert, da die Bedingungen im ständigen Wandel waren. Durch den kurzfristigen Einsatz von SonderpädagogInnen dauerte die Erarbeitung einer effektiven Organisation sehr lange.
Aus Krankheitsgründen konnten die Vorklassenleiterinnen entgegen der ursprünglichen Planung nicht in die Integrationsarbeit einbezogen werden.


Ziel:

• Erarbeitung eines Integrationskonzeptes


Vorraussetzungen dafür sind:

• Verlässliche Informationen über die personellen und strukturellen Gegebenheiten des Schuljahres 2006/07

• Zuordnung der Sonderpädagogen in die drei Säulen der Jahrgangsstufen 1-3



Maßnahmen:

Berücksichtigung des Bindungsbedürfnisses der noch sehr jungen Kinder mit Teilleistungsstörungen.

Anpassung der Einrichtung, die auch den Bedürfnissen der Integrationskinder gerecht wird:

• Ein vielfältiges Angebot von Sinnesmaterial
• Umgestaltung des Schulhofes hinsichtlich eines umfangreichen Angebotes an Materialien und Spielgeräten, die die Körperwahrnehmung schulen.
• Die Maßnahmen der Einzelförderung durch eine Fachkraft werden dadurch intensiviert werden, dass das, was in der Einzelförderung oder in der Kleingruppe angebahnt wurde, auch in der Freiarbeit weitergeführt wird.
• Vernetzung mit den Sonderpädagogen, damit die sonderpädagogische Förderung in die Freiarbeit integriert werden kann.


Verantwortlich: Frau Kalkner
Termin: 1. Halbjahr 2006/07



4.2. Organisationsentwicklung

4.2.1. Interne Öffentlichkeitsarbeit

Ziel: Effektive und effiziente Arbeitsweise des Lehrerkollegiums und der Schulleitung


Maßnahmen:

Zunächst wurde das Kollegium über das Ergebnis der Lehrerbefragung informiert. Im Rahmen einer „Open Space“ - Konferenz zur Schulprogrammentwicklung wurden insbesondere die Komplexität der Teamstrukturen erläutert und Möglichkeiten für eine Verbesserung der Kooperations- und Teamstrukturen aufgezeigt.
(s. Anlage Organigramm zur Organisationsentwicklung)

Seitens der Schulleitung wurden dem Kollegium Verfahren zur Verbesserung des Informationsflusses und zur Entwicklung einer leistungsfähigeren Konferenzkultur wie folgt vorgestellt:

Vorgaben für eine Verbesserung von Kooperations- und Teamstrukturen und des Informationsflusses, der Entwicklung einer Konferenzkultur, der Aktivierung von Ressourcen und der Reduzierung von Arbeitsbelastungen
- jede Konferenz, jedes Team und jede AG hat
o eine Leiterin ( Struktur)
o Mitgliederliste/Verteilerliste (Informationsfluss)
o Aufgabenbeschreibung ( Struktur)
- die Leiterin delegiert Aufgaben: Vorbereitung, Moderation, Protokollführung( Arbeitsteilung / Kooperation / Weiterqualifizierung)
- bei der Termin- und Themenplanung wird festgelegt, wer die Vorbereitung einer Sitzung übernimmt (zwecks Anmeldung von Beiträgen oder Themenwünschen!) (Kooperationsstruktur)
- bekannt geben des „Redaktionsschluss“ für Einreichung von Tagesordnungspunkten ( Konferenzkultur)
- „behandelte Gegenstände“ und Anträge sind schriftlich vorzubereiten ( Arbeitserleichterung für Protokollant / Arbeitsteilung / Zeitmanagement)
- bei allen Mitteilungen ist vorher genau zu überlegen, welches die beste Methode der Verbreitung sein könnte (z. B. auch schriftlich!) (Zeitmanagement)
- für jede Sitzung wird ein einheitliches Einladungsformular mit Tagesordnungspunkten verwendet (Arbeitserleichterung), siehe Anlage
- strikte Einhaltung von Tagesordnung und Zeitplan ( Reduzierung zeitlicher Belastungen; ( leistungsfähige Konferenzkultur)
- für jede Sitzung wird ein einheitliches Protokollformular (Inhalt s. Schulgesetz § 122) verwendet (Arbeitserleichterung)
- die Umsetzung von Beschlüssen wird unterstützt durch
o Information der betroffenen Personen(gruppen)
o Aktualisierung des betreffenden „Ordners“/ Schulprogrammpunktes
o Festlegung: Wer macht was bis wann und wer kontrolliert das? ( wirkungsvolle Konferenzkultur)

Eine erneute Lehrerbefragung mit dem gleichen Evaluationsinstrument ist für Mai 2007 geplant.


Verantwortlich: Steuergruppe / Evaluationsberaterinnen



4.3. Personalentwicklung

4.3.1. Fortbildungsplanung


Montessoriausbildung–Ausgangssituation:

Alle LehrerInnen haben eine Montessori-Ausbildung absolviert.
Die ErzieherInnen, die uns aus der Abteilung Jugend zugewiesen wurden, sind noch nicht entsprechend ausgebildet.



Ziel:

Montessori-Ausbildung der HorterzieherInnen

Maßnahmen:

1. Kontinuierliche interne Fortbildung

2. Absolvierung eines Montessorikurses bei Claus Kaul oder einer adäquaten Ausbildung


Verantwortlich: 1. Frau Klenke, Frau Abert 2. ErzieherInnen
Termin: Studientag am 05.09.05 bis 2007



Computerausbildung – Ausgangssituation:

Die Computergrundkenntnisse im Kollegium sind sehr unterschiedlich. Im Rahmenlehrplan ist der Umgang mit Computern vorgesehen.

Ziel:

Qualifizierter Umgang mit Computern im Unterricht.

Maßnahmen:

Kontinuierliche Ausbildung aller KollegInnen in unserem PC-Raum durch die Zehlendorfer-Volkshochschule.

Verantwortlich: alle KollegInnen
Termin: 2006/2007


4.3.2. Gesundheitsschutzfortbildung für das Kollegium

Ziel:

Bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit .

Maßnahme:

1. Referat zum Burn Out-Syndrom und Wege heraus von K. Kruse/ LISUM

2. Referat und Übungen zum Zeitmanagement und zur Kommunikation
von Herrn Bauer, Studiendirektor und LISUM a. D.

3. Referat und Übungen: Kommunikation, Konflikte, Teamarbeit
Moderatorin: Käthe Kruse vom LISUM

Verantwortlich: Schulleitung
Termin: 1. 25.01.2006, 2. 15.02.2006, 3. Oktober 2006


4.4. Erziehung und Schulleben

4.4.1. Vernetzung von Unterricht, VHG und OGB

Ausgangslage:

Der Tag beginnt in allen Klassen 1-3 mit Unterricht, der durch Lehrkräfte in enger Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen der VHG und den ehemaligen Vorklassenleiterinnen gestaltet wird.
Die Kinder werden in den Randstunden und bei Unterrichtsausfall durch die vier Erzieherinnen betreut.
Hortkinder können ab der 4. Stunde in den Hort gehen.

Gemeinsam haben Lehrkräfte und Erzieherinnen in sieben Jahren die Grundlagen für eine erfolgreiche Montessoriarbeit geschaffen.
Das untere Team hat ein „Säulenmodell entwickelt. Dabei arbeiten drei Klassen räumlich zusammen. Die Kolleginnen finden gemeinsame Organisationsformen. Jeder Säule ist eine Erzieherin zugeordnet, die auch den Unterricht begleitet. Es gibt
Ergänzungsangebote für die unterrichtsfreie Zeit.

Seit dem 1.8.2005 mit Inkraftsetzung der Grundschulreform sind der Schule sechs ErzieherInnen aus den benachbarten Kita-Regeleinrichtungen zum Aufbau eines offenen Ganztagsbetriebes zugeordnet worden. Die neuen KollegInnen verfügen über keine Erfahrungen im Schulbetrieb und in der Montessoriarbeit.

Dafür wurden drei Klassenräume zur Verfügung gestellt.
Die Essensversorgung findet im Außenobjekt des ehemaligen Hortes “Düppel“ statt.

Ziel:

Maria Montessoris Gedanken zur Bildung und Erziehung der Kinder werden auch zur Grundlage unserer Arbeit im Hort.

Maßnahmen:

• Rhythmisierung des Unterrichts bis 13.30 Uhr

• Je Säule (Dreiergruppe) eine Erzieherin fest zuordnen

• Optimale Nutzung der vorhandenen Räume für eine verantwortungsvolle und selbständige Arbeit und Freizeitgestaltung der Kinder am Nachmittag

• Nutzung des Kunstraumes

• Flurfläche vor dem Kunstraum als Arbeitsbereich erweitern

• Garderobenbereich deutlich abtrennen

• Persönlicher Empfang jedes Kindes im Hort

• Konzept zur Gestaltung des Mittagessens (Möglichkeit in einem Betreuungsraum prüfen)

• Nutzung der Turnhalle täglich 14-16.00 Uhr für den offenen Ganztagsbetrieb.

Verantwortlich: Hortkoordinatorin/ Schulleitung
Termin: Schuljahr 2006/07


4.4.2. Zusammenarbeit mit den Eltern

Ausgangssituation

Die Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Schule erfolgt durch regelmäßige Elternabende, die über die gesetzlich vorgeschriebenen drei hinaus stattfinden.

Kontinuierlich werden Elterngespräche durchgeführt, zum Halbjahr und zum Schuljahresende nehmen auch die Kinder daran teil.

Unsere Schule profitiert von einer aktiven Elternschaft in personeller, materieller und finanzieller Sicht.

Neben der regen Zusammenarbeit in den Gremien unterstützen uns die Eltern sowohl im Unterricht bei Projekten (u.a. als Lese-Eltern), als auch bei außerschulischen Aktivitäten.

Besonders engagierte Eltern übernehmen am Vormittag die Betreuung in der Bibliothek und im Computerraum.


Weitere Aktivitäten:

• Gemeinsame Vorbereitung der Elternabende
• Themennachmittage:
• Eltern bringen ihre beruflichen Erfahrungen ein
• Eltern helfen bei der Klassenreinigung
• Eltern helfen bei der Erstellung von Materialien
• Hospitationen der Eltern im Unterricht
• Gemeinsame Klassenfeste

Eltern bieten eigene Aktivitäten an:

• Arbeitsgemeinschaften (Basteln von Schmuck, Französisch für die Klassen 1 und 2, u. a.)
• Organisation von Verkaufsausstellungen, z.B. zur Unterstützung des Kunst-/TNU Raumes

Gemeinsame Gesprächstermine um den Entwicklungsprozess des Kindes sorgfältig zu begleiten:

• regelmäßige Elternsprechtage, individuelle Eltern-, Kinder- und Lehrergespräche, Portfoliopräsentationen
• Aufnahmegespräche für die zukünftigen Eltern, organisiert von den Lehrern
• Regelmäßige Infobriefe an die Eltern (Schulleitung, Klassenlehrer, Fachlehrer)
• Klassenreisen, Schüleraustausch mit Frankreich
• Betreuung der Klassensprecher und Schulsprecher durch eine Lehrerin (Themen / Vorschläge/ Wünsche der Schüler können miteinbezogen werden)

Ziel:

Die sehr gute Eltern-Lehrer-Zusammenarbeit möchten wir fortführen und weiter ausbauen.

Das Kernstück der Erziehungspartnerschaften ist das persönliche Elterngespräch. Hier wird über das Kind, seine Entwicklungsmöglichkeiten, seine Bildung und Erziehung gesprochen. Es werden Beobachtungen über das Verhalten ausgetauscht, Erziehungsmaßnahmen abgestimmt und Förderungsprozesse weiterentwickelt.

Maßnahmen:

Die bisherigen Formen der Zusammenarbeit werden fortgesetzt:
• Kinder präsentieren den Eltern ihre Arbeit (Materialvorstellung, Ergebnisse der Projekte, Portfolioarbeiten)
• Basteln von Materialien, zu jahreszeitlichen Ereignissen u. a.
• Eltern als Experten einsetzen

Eltern begleiten Klassenaktivitäten:

• Ausflüge & Wandertage
• Lesemütter / -väter
• Freiarbeit
• Gesprächskreis
• Geburtstagsfeier mit dem Jahreskreis

Schulaktivitäten:

• Klassenfahrten
• Einschulungsfeier mit allen KollegInnen
• Tanzfest mit den Eltern und Sechsklässlern
• Abschlussgrillen mit den Elternvertretern
• Frühjahrs- und Weihnachtskonzert
• Schüleraustausch mit Frankreich
• Pädagogische Themenabende zur Montessoripädagogik
• Außerschulische Elternaktivitäten mit Kindern der Klasse
• Gemeinsame Musikabende, Leseabende, Schulfest
• Hockey- AG: Teilnahme am Möwensee-Pokal und an den Rundenspielen zur Berliner Schulmeisterschaft, sowie jährliche Teilnahme am Minimarathonlauf, betreut durch den Sportlehrer


6. Evaluation

6.1. Angaben zu den Methoden, Instrumenten und Ergebnissen der internen
Evaluation

Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme haben die Evaluationsberaterinnen im Mai 2005 eine Lehrerbefragung durchgeführt:

„Lehrerbefragung zur Feststellung von Evaluationsschwerpunkten“ (s. Anlage).

Dieses neutrale Evaluationsinstrument wurde ausgewählt, um jegliche Beeinflussung des Kollegiums durch eine Fokussierung auf persönlich empfundene Problemfelder zu vermeiden. Der Fragebogen ist im Internet für jedermann unter www.schule-bw.de zugänglich. Er wurde in äußerlich leicht veränderter Form übernommen.

Auswertung:

Die Dateneingabe und Auswertung mit Hilfe des Programms „Excel“ wurde von den Evaluationsberaterinnen vorgenommen (s. Anlage).

Die Rücklaufquote lag bei ca. 75 %.

Die Nennungen bei den einzelnen Fragen wurden mit Punktwerten gewichtet:
„sehr wichtig“ = 3; „wichtig“ = 2; „nicht wichtig“ = 1.

Aus dem Gesamtpunktwert (S) für jede einzelne Frage wurde innerhalb der Qualitätsbereiche wiederum ein Mittelwert (x) berechnet. Hieraus ergibt sich eine

Prioritätenliste der Qualitätsbereiche:

• Qualitätsbereich II Professionalität der Lehrkräfte
• Qualitätsbereich III Schulführung und –management
• Qualitätsbereich IV Schul- und Klassenklima
• Qualitätsbereich V Außenbeziehungen
• Qualitätsbereich VI Qualitätsmanagement
• Qualitätsbereich I Unterrichtsergebnisse und –prozesse

Für die Qualitätsbereiche II und III ergaben die Punktwerte der einzelnen Fragen eine

Prioritätenliste der Fragestellungen innerhalb der Qualitätsbereiche II und III:

Qualitätsbereich II Professionalität der Lehrkräfte:

• Wie entwickelt die Schule Arbeitsbedingungen, die Ressourcen aktivieren und Belastungen reduzieren?
• Wie gestaltet die Schule Kooperations- und Teamstrukturen im Kollegium?
• Wie sorgt die Schule für die fachliche, pädagogische und methodische Weiter- qualifikation der Lehrkräfte?

Qualitätsbereich III Schulführung und –management:

• Wie gestaltet die Schulleitung den Informationsfluss zwischen ihr und den am Schulleben beteiligten Personengruppen?

• Wie sichert die Schulleitung eine wirkungsvolle und leistungsfähige Konferenzkultur?

• Wie gestaltet die Schulleitung ihr Konflikt- und Krisenmanagement?

• Wie gestaltet die Schulleitung Führung und Schulqualitätsentwicklung?

• Wie sorgt die Schulleitung für einen transparenten und wirtschaftlichen Ressourceneinsatz und die Gewinnung zusätzlicher Ressourcen?

• Wie schafft die Schulleitung eine Feedbackkultur?

• Wie gestaltet die Schulleitung die Verwaltung und Aufgabenverteilung innerhalb der Schule?

Die Bestimmung des Modalwertes (M) für jede Frage ergibt kein wesentlich anderes Bild. Insbesondere die beiden ersten Fragen nach der Professionalität der Lehrkräfte scheinen für das Kollegium höchste Priorität zu haben.

6.2. Schulbezogene Statistiken

Hier werden jährlich, die in der Bestandsanalyse angegebenen Daten und Statistiken verglichen. Wenn sich daraus ein Entwicklungsschwerpunkt ergibt, nehmen wir diesen in die Fortschreibung des Schulprogramms auf.

6.3. Auswertung der Vergleichsarbeiten

6.3.1. Orientierungsarbeiten Klasse 2

Trotz der guten Ergebnisse wird nach Beschluss in der Fachkonferenz Deutsch das Sinnverstehende Lesen als Schwerpunktthema im Unterricht behandelt. Ein Schullesetag im Dezember 2006 soll zur Motivation und Verbesserung der Leseleistungen beitragen.

6.3.2. VERA Klasse 4

Die Ergebnisse der Schule lagen in Deutsch deutlich über dem Landesdurchschnitt
(Bezirksvergleich war nicht möglich) Berlins.
Die Mathematikergebnisse lagen im Landesdurchschnitt.

Die Fachkonferenzen haben auch hier beschlossen die Bereiche Sinnentnehmendes Lesen und Geometrie in Mathematik als Schwerpunktthemen im Unterricht zu behandeln.
Der Schullesetag im Dezember 2006 soll zur Motivation und zur Verbesserung der Leseleistungen beitragen.
Geometrie wird in allen Klassen einen größeren Anteil im Mathebereich einnehmen.


6.4. Analyse der Evaluationsergebnisse, Konsequenzen, Fortschreibung des Schulprogramm


Unsere bisherige pädagogische Arbeit auf der Basis der Montessoripädagogik wird aufgrund der positiven Ergebnisse der Befragungen fortgesetzt, um die Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der SchülerInnen weiterhin individuell mit einem hohen Anspruch an die Leistungen zu fördern.



7. Anlagen

• Lehrerfragebogen und Auswertung
• Elternfragebogen und Auswertung
• Konferenzkultur
• Auswertung der Orientierungsarbeiten Klasse 2
• Auswertung der VERA – Arbeiten Klasse 4
• Fragebogen an die ehemaligen Sechstklässler
• Fragen zur Aufnahme der neuen Erstklässler